Erschienen 1.7.2013

Neue Osnabrücker Zeitung

Kunstrasenplatz in Lechtingen eingeweiht

Wallenhorst. Zum Abschluss stellte Heinz Kummer von den Sportfreunden Lechtingen fest: „Wenn es um Punkte geht, bleibt es bei der sportlichen Rivalität.“ Doch am Samstag stand nicht die Konkurrenz, sondern ein gemeinsames Projekt der Lechtinger und des TuS Eintracht Rulle im Vordergrund: An der Sportanlage an der Osnabrücker Straße wurde der gemeinsame Kunstrasenplatz eingeweiht.

Zu der Veranstaltung hatte die Gemeinde Wallenhorst eingeladen – die auch mit 280000 Euro den größten Batzen zur Realisierung des Projekts beisteuerte. Daneben beteiligte sich der Kreissport Osnabrück-Land mit 65000 Euro an der Finanzierung. Die Vereine selbst trugen jeweils 50000 Euro bei, dazu hatten die Sportfreunde Lechtingen über Sponsoren und Veranstaltungen weitere 50000 Euro eingebracht.

Kein Wunder, dass bei der Einweihung die gute Zusammenarbeit zwischen Lechtingen und Rulle betont wurde: „Der Beitrag der Vereine ist aller Ehren wert“, sagte Ulrich Belde. Sowohl der zeitliche wie auch der finanzielle Rahmen seien eingehalten worden, betonte der Bürgermeister.

2011 hatten die Vereine die Idee vorgestellt , gemeinsam den renovierungsbedürftigen Tennenplatz gegen einen Kunstrasenplatz auszutauschen. Anfang 2012 stimmte der Gemeinderat den Plänen zu. Einen großen Beitrag habe Sebastian Rüther geleistet, sagte Lechtingens Vorstandsmitglied Kummer, der mit seinem Ruller Pendant Hans-Hermann Schiebe die Gäste begrüßte. Mit seinem Exposé habe Rüther „maßgeblich zum Erfolg beigetragen“, unterstrich Kummer.

Der Einweihung des Platzes wohnten auch Hans Wedegärtner vom Kreissportbund Osnabrück-Land, Bernd Kettmann, neuer Vorsitzender des Fußballkreises Osnabrück-Land, sowie dessen Vorgänger Helmut Buschmeyer bei. Gern gesehener Gast war auch Stefan Ludwig, Geschäftsführer der Firma Stavermann. Er überreichte einen Scheck über 3700 Euro. Das Geld wird verwendet für zwei Tore für die Jugendmannschaften, einen Trikotsatz für die Sportfreunde Lechtingen und Aufwärmshirts für TuS Eintracht Rulle.

Bevor es sportlich erstmalig zur Sache ging, segnete Pfarrer Dietmar Schöneich den neuen Platz. Im Anschluss traten die Ersten Herrenmannschaften der beiden Vereine gegeneinander an – mit dem besseren Ende für Lechtingen, denn das Ergebnis lautete 2:1. Als erster Torschütze konnte sich Mirko Schleibaum von den Sportfreunden verewigen. Nach dem Ausgleich von Tim Wellmann erzielte Dirk Schomäker den Siegtreffer.


Erschienen: 17.05.2013

www.wallenhorst.de

Beste Bedingungen dank Gemeinschaftsleistung

Kunststoffrasenplatz in Lechtingen soll Mitte Juni fertig sein

Auf diesem Belag kann es bei fast jedem Wetter sportlich zugehen: Auf den Sportanlagen im Wallenhorster Ortsteil Lechtingen wird derzeit ein Tennenplatz zu einem Kunststoffrasenplatz umgebaut. Am Dienstag (14. Mai) verschafften sich Vertreter von Rat und Verwaltung sowie der beteiligten Sportvereine und Fachfirmen einen Eindruck von den Arbeiten.
Gemeinsam sind die Sportfreunde Lechtingen e.V. und der TuS „Eintracht“ Rulle Bauherren des Projekts, das sie in enger Abstimmung mit der Gemeinde Wallenhorst umsetzen. Bürgermeister Ulrich Belde lobt dementsprechend das Gemeinschaftsprojekt, von dem eine Signalwirkung ausgehe: „Nicht jeder Verein kann und muss alles vor Ort haben, aber gemeinsam ist vieles möglich.“ Dank der Zusammenarbeit der Sportvereine könne man nun nach der Anlage in Hollage schon den zweiten Kunststoffrasenplatz im Gemeindegebiet einrichten.

Wie genau dieser entsteht, erläuterten Helmut Grüning vom Planungsbüro Grüning und Ansgar Thor von der ausführenden Firma Steinhake. In Lechtingen werde ein Kunstrasen der vierten Generation verlegt, erklärte Grüning. Entsprechend hoch sei dessen Haltbarkeit.

Für den 7.500 Quadratmeter großen Platz konnte die bisherige Drainage weiter genutzt werden. Darauf wurden je eine ungebundene und eine gebundene Tragschicht erstellt, auf die wiederum der Kunstrasenbelag verlegt wird.

Für all das liegen die Kosten bei 470.000 Euro. Hinzu kommen weitere Kosten für die Ausstattung mit Fußballtoren und Mannschaftsbänken. Davon trägt die Gemeinde Wallenhorst 280.000 Euro und der Kreissportbund Osnabrück-Land 65.000 Euro. Die beiden Sportvereine übernehmen je eine Bürgschaft über 50.000 Euro. Außerdem wollen die Sportfreunde Lechtingen 50.000 Euro über Sponsorengelder und Veranstaltungen einnehmen.

Die Kooperation insbesondere der Sportverein bewertete auch Kersten Wick vom Kreissportbund als etwas Besonderes. „Dieser Weg wird in Zukunft bei immer mehr Großprojekten gegangen werden“, sagte er.

Für die Sportlerinnen und Sportler in Lechtingen und Rulle führt dieser Weg schon Mitte Juni an sein Ziel. Dann nämlich ist die Fertigstellung des Platzes geplant.



Erschienen: 28.02.2012

Neue Osnabrücker Zeitung


Platz wird in Lechtingen gebaut
Bald rollen die Bälle auf Kunstrasen

Wallenhorst. Die seit Wochen geführte Diskussion über die Finanzierung flammte erneut auf, dann stimmte der Wallenhorster Rat aber geschlossen für den Bau eines Kunstrasenplatzes im Ortsteil Lechtingen. Baustart soll in einem Jahr sein, ab Sommer 2013 könnten die Bälle rollen.

470000 Euro wird der Bau kosten. Die Gemeinde hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben. Ergebnis: Eine Sanierung des Tennenplatzes würde 50000 bis 70000 Euro kosten. Solche Reparaturen wären fortlaufend etwa alle fünf Jahre fällig. Hinzu käme, dass auf einem Kunstrasenplatz bei jedem Wetter gespielt werden kann. Bis dato nutzen Fußballer aus allen vier Wallenhorster Sportvereinen im Winter den Platz in Hollage.

Nutzen wollen den neuen Platz die Sportfreunde Lechtingen und der TuS Eintracht Rulle. Mit der Gemeinde wurde ein Finanzierungskonzept aufgestellt. Demnach übernehmen die Vereine je 50000 Euro, die gleiche Summe soll über Sponsoren eingeworben werden, dazu werden 40000 Euro vom Landessportbund erwartet. 280000 Euro kommen aus der Gemeindekasse. Hier sah die CDU Nachbesserungsbedarf: Der Gemeindeanteil solle um 100000 Euro erhöht werden. Ratsherr Mark Brockmeyer: „Es wäre ein Signal an die Sportvereine, dass uns das ehrenamtliche Engagement sehr wertvoll ist." Überdies gehe der Platz am Ende in den Besitz der Gemeinde über. SPD-Fraktionschef Guido Pott schüttelte den Kopf: „Ich kann die Diskussion nicht verstehen." Die CDU müsse wissen, dass sie es so den Vereinen erschwere, Sponsoren zu gewinnen.

 


 

 

Erschienen: 12.01.2012

Neue Osnabrücker Zeitung, Rund um Osnabrück


Gemeinde soll Sportvereine stärker unterstützen -
 kritisiert Konzept für Kunstrasenplatz in Lechtingen

Wallenhorst. In Lechtingen soll es einen neuen Kunstrasenplatz geben, da der alte Tennenplatz schwer sanierungsbedürftig ist. Darin waren sich alle Fraktionen bei der jüngsten Sitzung des Wallenhorster Ausschusses für Kultur, Sport, Vereine und Bürgerengagement einig. Nur wie die rund 470000 Euro für den Platz zusammenkommen sollen - darüber gab es dann doch wieder Diskussionen. Dabei schien eigentlich alles längst unter Dach und Fach.

März 2011, damals noch im Ausschuss Bürgerservice und Soziales: Das Konzept der Sportfreunde Lechtingen und des TuS „Eintracht" Rulle wird vorgestellt und findet allgemeine Zustimmung. Da der Kunstrasenplatz in Hollage vor allem im Winter oft überbelegt ist, haben sich die beiden Vereine zusammengetan, um den sanierungsbedürftigen Lechtinger Tennenplatz in einen Kunststoffrasenplatz umzuwandeln. Rund 470000 Euro soll der Bau kosten.

Die Finanzierung soll so aussehen: Die Vereine beteiligen sich mit jeweils 50000 Euro. Weitere 50000 Euro wollen sie durch Sponsoren und Werbeaktionen auftreiben. Zudem soll beim Landessportbund ein Zuschuss in maximaler Höhe (rund 94000 Euro) beantragt werden. Aus Erfahrung sei mit einem Zuschuss von 40000 Euro zu rechnen, heißt es vonseiten der Verwaltung. Schließlich wird die Gemeinde Wallenhorst noch 280000 Euro übernehmen.

April 2011: Auch im Wallenhorster Rat findet das Konzept großen Anklang.

August 2011: Mit dem Beschluss des Rates übernimmt die Gemeinde eine Bürgschaft, damit die Vereine ihre Kredite aufnehmen können.

Und nun? Der Ausschuss sollte über den Beschluss zur Umsetzung und Bezuschussung abstimmen. Doch nicht mit der CDU. „Die Art der Finanzierung halten wir für falsch. Wir halsen den Vereinen auf, 150000 Euro aufzubringen. Wie sollen die das denn stemmen?", fragte Mark Brockmeyer. Das Geld, das die Sportvereine hier einbrächten, würde an anderer Stelle, zum Beispiel bei der Jugendarbeit, fehlen.

3000 Euro gesammelt
Von den 50000 Euro, die die Vereine durch Spenden auftreiben wollten, hätten sie bis November, also